Waldkindergarten Schwanheim: Suche nach Ersatzräumen wird dringend
Die Zukunft des Waldkindergartens Schwanheim ist weiterhin ungewiss. Der Mietvertrag für die bislang genutzten Räume endet am 31. Juli 2026. Damit rückt der angekündigte Verlust des Standorts immer näher. Eine öffentlich bestätigte dauerhafte Ersatzlösung ist bislang nicht bekannt.
In der Einrichtung werden 20 Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt betreut. Den größten Teil ihres Tages verbringen sie im Schwanheimer Wald. Dennoch ist der Kindergarten auf geeignete Räume angewiesen: Dort kommen die Kinder morgens an, essen gemeinsam zu Mittag und können sich bei starkem Unwetter geschützt aufhalten. Auch Elterngespräche und organisatorische Aufgaben finden dort statt.
Der Träger BVZ hatte bereits zu Jahresbeginn mitgeteilt, intensiv nach einer Alternative in der Nähe des Schwanheimer Waldes zu suchen. Benötigt werden möglichst ebenerdige Räume mit einer Fläche von etwa 120 bis 150 Quadratmetern und einer guten Anbindung an den Wald. Der Waldkindergarten besteht bereits seit 2002 und ist nach Angaben des Trägers bei Familien sehr gefragt.
Auch die Lokalpolitik hat sich mit dem drohenden Verlust des Standorts beschäftigt. Der Ortsbeirat 6 beschloss eine Anregung, mit der der Magistrat zur Unterstützung bei der Suche aufgefordert wurde. Dabei sollten unter anderem städtische oder stadteigene Immobilien sowie das frühere Vereinsheim des Teckelclubs als mögliche Alternativen geprüft werden. Zudem wurde eine bessere Abstimmung der beteiligten Ämter angeregt, um notwendige Genehmigungsverfahren zu beschleunigen.
Ob eine dieser Möglichkeiten inzwischen zu einer tragfähigen Lösung geführt hat, geht aus den derzeit öffentlich auffindbaren Mitteilungen nicht hervor. Deshalb lässt sich aktuell nicht sicher sagen, wie und wo die Betreuung nach dem 31. Juli fortgesetzt werden kann.
